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Spielregeln fur Backgammon

Copied, with permission, from Backgammon Galore
http://www.bkgm.com
© 1996-2006 by Tom Keith
Deutsch von Thomas Janotta

Aufstellung
Backgammon ist ein Spiel fur zwei Spieler, das auf einem Brett gespielt wird, das aus vierundzwanzig langlichen Dreiecken, genannt Punkte, besteht. Die Dreiecke wechseln sich in der Farbe ab und sind in vier Quadranten von je  sechs Dreiecken gruppiert. Die Quadranten werden Heimfeld (home board) und Ausenfeld (outer board) des Spielers und Heimfeld und Ausenfeld des Gegners genannt. Das Heimfeld und das Ausenfeld werden von einander durch einen in der Mitte befindlichen Strich getrennt, genannt die Bar.

Bild 1. Es zeigt ein Brett mit den Steinen in ihrer Startposition. Eine andere Anordnung ist entgegengesetzt dieser mit dem Heimfeld auf der linken Seite und dem Ausenfeld auf der rechten Seite.

Die Punkte sind fur jeden Spieler nummeriert, beginnend im Heimfeld des Spielers. Der auserste Punkt ist der Punkt vierundzwanzig, der gleichzeitig der Punkt eins des Gegners ist. Jeder Spieler hat funfzehn Steine seiner eigenen Farbe. Die Startanordnung der Steine ist: zwei auf Punkt vierundzwanzig jedes Spielers, funf auf Punkt dreizehn jedes Spielers, drei auf Punkt acht jedes Spielers und funf auf Punkt sechs jedes Spielers.

Beide Spieler haben ihr eigenes Wurfelpaar und einen Wurfelbecher zum Wurfeln. Ein Verdopplungswurfel, mit den Ziffern 2, 4, 8, 16, 32 und 64, wird verwendet, um den gegenwartigen Spielwert im Auge zu behalten.

Ziel des Spiels
Das Ziel des Spiels fur einen Spieler ist es, alle seine Steine in sein eigenes Heimfeld zu bewegen und sie dann vom Brett abzutragen. Der erste Spieler, der alle seine Steine abgetragen hat, gewinnt das Spiel.
Bild 2. Richtung der Bewegung der Steine von Weis. Die Steine von Rot bewegen in die entgegen-gesetzte Richtung.

Bewegung der Steine
Zur Eröffnung wirft jeder Spieler einen einzigen Wurfel. Dies bestimmt sowohl den ersten Spieler als auch die von ihm zu ziehenden Augen. Bei gleicher Augenzahl ist ein weiterer Eröffnungswurf notwendig, bis verschiedene Augenzahlen gewurfelt sind. Der Spieler mit der höheren Augenzahl bewegt jetzt seine Steine gemas der Augen, die auf den beiden Wurfeln angezeigt sind. Danach wurfeln die Spieler abwechselnd mit zwei Wurfeln.

Das Wurfeln legt fest, wie viele Punkte oder Pips der Spieler seine Steine bewegen darf. Die Steine werden immer vorwarts bewegt, zu ein niedrigen Punkt. Es gelten folgende Regeln:

  1. Ein Stein kann nur auf einen offenen Punkt gesetzt werden, einen, der nicht von zwei oder mehr gegnerischen Steinen besetzt ist.

  2. Die Zahlen auf den zwei Wurfeln bilden separate Bewegungen. Zum Beispiel: wenn ein Spieler eine 5 und eine 3 wurfelt, kann er einen Stein funf Augen zu einem offenen Punkt ziehen und einen weiteren Stein drei Augen auf einen offenen Punkt ziehen, oder er kann den einen Stein acht Augen auf einen offenen Punkt ziehen, aber nur, wenn der Punkt dazwischen (entweder drei oder funf Augen von der Ausgangsposition) auch offen ist.
    Bild 3. Zwei Wege, wie Weis einen Wurf spielen kann wie [5] [3] .
  3. Ein Spieler, der einen Pasch wurfelt, kann die angezeigte Augenzahl viermal ziehen. Ein Wurf von 6 und 6 bedeutet, dass der Spieler vier mal die sechsen ziehen kann, und er kann jede angemessene Kombination von Steinen ziehen, um dieses Erfordernis zu erfullen.

  4. Ein Spieler muss die Augenzahlen beider Wurfel (oder alle vier Zahlen eines Paschs) ziehen, sofern dies möglich ist. Wenn nur eine Augenzahl gezogen werden kann, muss der Spieler diese Augenzahl ziehen. Wenn entweder die eine oder die andere Augenzahl gezogen werden kann, muss die höhere der gewurfelten Augenzahlen gezogen werden. Wenn keine Augenzahl gezogen werden kann, verliert der Spieler seinen Wurf. Falls bei einem Pasch keine der vier Augenzahlen gezogen werden kann, muss der Spieler so viele Augen wie möglich ziehen.

Schlagen und Hereinwurfeln (Setzen)
Ein Punkt mit einem alleinstehenden Stein jedweder Farbe wird ein Blot genannt. Wenn ein gegnerischer Stein auf einem Blot landet, wird der Stein geschlagen ("Blot-Shot") und auf die Bar gestellt.

Jedes Mal, wenn ein Spieler einen oder mehrere Steine auf der Bar hat, muss er diese als erstes in das gegnerische Heimfeld hereinwurfeln. Ein Stein wird dadurch hereingewurfelt, indem er auf einen offenen Punkt gesetzt wird, der einer der gewurfelten Augenzahlen entspricht.

Zum Beispiel: wenn ein Spieler eine 4 und eine 6 wurfelt, kann er einen Stein entweder auf den gegnerische Punkt vier oder sechs setzen, solange der voraussichtliche Punkt nicht von zwei oder mehr gegnerischen Steinen besetzt ist.

Bild 4. Wenn Weis [6] [4] wurfelt mit einem Stein auf der Bar, muss er diesen auf den Punkt vier von Rot setzen, da Punkt sechs von Rot nicht offen ist.
Wenn keiner der Punkte offen ist, verliert der Spieler seinen Wurf. Wenn ein Spieler einen, aber nicht alle seine Steine setzen kann, muss er so viele wie möglich setzen und verliert dann den Rest seines Wurfs.

Nachdem der letzte Stein gesetzt wurde, mussen alle nicht genutzten Augen des Wurfels gezogen werden, entweder durch Ziehen des gesetzten Steins oder eines anderen Steins.

Herauswurfeln
Wenn der Spieler alle funfzehn Steine in sein Heimfeld bewegt hat, kann er beginnen, sie herauszuwurfeln. Ein Spieler nimmt seine Steine heraus, indem er eine Augenzahl wurfelt, die dem Punkt des Steines entspricht und ihn dann herausnimmt. Daher erlaubt das Wurfeln einer 6, einen Stein vom Punkt sechs herauszunehmen.

Wenn kein Stein auf dem der Augenzahl entsprechenden Punkt liegt, muss der Spieler einen Stein von einem höheren Punkt herausnehmen. Wenn auf einem höheren Punkt keine Steine liegen, darf (und muss) der Spieler vom höchsten noch belegten Punkt herausnehmen. Ein Spieler ist nicht gezwungen, Steine herauszunehmen, wenn er einen anderen Zug machen kann.

Bild 5. Weis wurfelt [6] [4] und nimmt zwei Steine heraus.
Ein Spieler muss alle seine aktiven Steine im Heimfeld haben, um herauswurfeln zu durfen. Wenn ein Stein wahrend des Herausnehmens geschlagen wird, muss der Spieler diesen Stein wieder ins Heimfeld bringen, bevor er weiter herauswurfeln darf. Der erste Spieler, der alle funfzehn Stein herausgenommen hat, gewinnt das Spiel.

Doppeln
Backgammon wird mit einem vereinbarten Spielwert pro Punkt gespielt. Jedes Spiel beginnt mit einem Punkt. Wahrend des Spielverlaufs kann ein Spieler, der meint, einen ausreichenden Vorteil zu haben, vorschlagen, den Spielwert zu verdoppeln. Er kann dies nur tun, wenn er mit dem Spielen an der Reihe ist und bevor er gewurfelt hat.

Ein Spieler, dem eine Verdopplung angeboten wird, kann diese ablehnen, wonach das Spiel beendet ist und er einen Punkt zahlt. Andernfalls muss er die Verdopplung akzeptieren und das Spiel mit dem neuen, höheren Wert weiterspielen. Ein Spieler, der eine Verdopplung akzeptiert, wird der Eigentumer des Wurfels, und nur er kann die nachste Verdopplung anbieten.

Weitere Verdopplungen im selben Spiel werden Re-Doppel genannt. Wenn ein Spieler eines Re-Doppeln ablehnt, muss er die Anzahl von Punkten bezahlen, die vor dem Re-Doppel galten. Andernfalls wird er der neue Eigentumer des Wurfels, und das Spiel geht weiter zum zweimaligen Wertes der vorherigen Wertes. Es gibt keine Begrenzung von Re-Doppel in einem Spiel.

Gammons und Backgammons
Wenn der Verlierer am Ende des Spiels mindestens einen Stein herausgewurfelt hat, verliert er nur den Wert des Verdopplungswurfels (ein Punkt, wenn es keine Verdopplungen gab). Hat der Verlierer jedoch keinen Stein abgetragen, ist das ein Gammon und er verliert den doppelten Wert des Verdopplungswurfels. Oder, noch schlimmer, der Verlierer konnte keinen Stein herausnehmen und hat noch einen Stein auf der Bar oder auf dem Heimfeld des Siegers, ist das ein Backgammon und er verliert den dreifachen Wert des Verdopplungswurfels.

Optionale Regeln
Folgende optionale Regeln sind weitverbreitet.

  1. Automatische Verdopplung. Wenn gleiche Augenzahlen beim ersten Wurfeln fallen, verdoppelt sich automatisch der Spielwert. Der Verdopplungswurfel wird auf 2 gelegt und verbleibt in der Mitte. Die Spieler vereinbaren normalerweise eine automatische Verdopplung pro Spiel.

  2. Beavers. Wird ein Spieler gedoppelt, kann er sofort zuruckdoppeln (Beaver) und hat damit den Verdopplungswurfel "unter Kotnrolle". Der Anbieter der Verdopplung kann wie bei einer normalen Verdopplung annehmen oder ablehnen.

  3. Die Jacoby Regel. Gammons und Backgammons zahlen nur als ein einzelnes Spiel, wenn kein Spieler eine Verdopplung wahrend des Spielverlaufs angeboten hat. Diese Regel beschleunigt das Spiel durch die Vermeidung von Situationen, wo ein Spieler Verdopplung vermeidet, um auf ein Gammon hinzuspielen.

Unregelmasigkeiten
  1. Die beiden Wurfel mussen zusammen gewurfelt werden und flach—nicht gekippt—auf der Spielbretthalfte zur Rechten des Spielers liegen bleiben. Der Spieler muss beide Wurfel nochmals wurfeln, wenn ein Wurfel auserhalb des rechten Bretts oder auf einem Stein landet oder nicht flach landet

  2. Ein Zug ist beendet, wenn der Spieler seine Wurfel aufhebt. Wenn das Spiel unvollstandig oder anderweitig illegal ist, hat der Gegner das Recht, das Spiel wie erfolgt zu akzeptieren, oder zu verlangen, dass der Spieler ein legales Spiel macht. Sobald ein Spieler gewurfelt hat oder eine Verdopplung anbietet, gilt der vorangegangene Zug seines Gegners als endgultig.

  3. Wenn ein Spieler wurfelt, bevor sein Gegner seinen Zug durch Aufnehmen der Wurfel beendet hat, ist der Wurf ungultig. Auf diese Regel wird im Allgemeinen verzichtet, wenn es keinen weiteren "Kontakt" unter den Gegnern gibt.

Other Rules

Basic Rules of backgammon online
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Rules of the Hypergammon
Rules of Nackgammon.

 

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